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U13 bleibt gegen Freising unter ihren Möglichkeiten

Daniel Rohn, 03.11.2009

U13 bleibt gegen Freising unter ihren Möglichkeiten

Mit einem 1:1-Unentschieden trennten sich unsere U13-Junioren und der Nachwuchs des SE Freising voneinander. Zwar beherrschten unsere Jungs das erwartet schwere Spiel über weite Strecken, es gelang aber dieses Mal nicht, die fußballerischen Vorteile auch in Tore umzumünzen.

Ein wenig schien die Mannschaft von ihrer Spielanlage noch im letzten Spiel gegen den Tabellenführer aus Rosenheim festzuhängen. Auf vielen Positionen agierten wir leider recht mutlos und bisweilen langsam, riskierten vor allem im Zweikampf wenig, scheuten gar in der Vorwärtsbewegung viele Zweikämpfe und handelten stattdessen oft recht hektisch. Dabei sollte uns eines doch völlig fremd sein, nämlich die Angst, etwas falsch zu machen. Falsch war nur, dass wir uns speziell im ersten Durchgang so wenig zugetraut haben und uns somit insgesamt zu wenige Torchancen herausspielten. Die Freisinger kamen zwar im gesamten ersten Durchgang zu keinen echten Torchancen, erzielten aber dennoch die überraschende Führung, als sie den Freiraum im zentralen Halbfeld für einen hohen Ball auf unser Tor nutzen. Anschließend war Dominik zur Stelle, um per Strafstoß wieder für den Ausgleich zu sorgen, nachdem zuvor Julius bei einem Eckstoß gefoult worden war.  

Im zweiten Durchgang bewiesen wir dann phasenweise tatsächlich etwas mehr Mut, Dinge zu probieren, die auch hätten schief gehen können. Diesen Mut aufzubringen ist für unsere Entwicklung enorm wichtig, das ist uns zwar nicht durchgängig gelungen, aber herausgekommen ist dabei ein wesentlich attraktiveres Spiel von unserer Seite, in dem insgesamt mehr Bewegung war, das schneller wurde, in dem wir unsere technischen Fähigkeiten zumindest haben aufblitzen lassen, ein Spiel, mit dem wir dann in der gegnerischen Hälfte für Gefahr sorgen konnten und vor allem, mit dem wir uns selbst weiterbringen konnten.

Uns selbst weiterbringen werden wir nämlich besonders dann, wenn unsere Jungs anfangen, auf dem Spielfeld ihr eigenes Spiel selbst zu gestalten. Ein Spiel zu gestalten erfordert von ihnen nämlich die Fähigkeit, aus einer Fülle von Eindrücken und Erfahrungen sich auf dem Platz möglichst schnell für bestimmte Lösungen zu entscheiden. Um ihnen aber überhaupt erst die Grundlagen dafür zu geben, in den verschiedensten Situationen auf dem Fußballfeld möglichst viele Lösungswege parat zu haben, liegt der Schwerpunkt ihrer Ausbildung in diesem Ausbildungsabschnitt, wo wir uns derzeit mit den Jungs befinden, eben auf der Schulung des technisch möglichst versierten Spielers, sonst ist mittelfristig das Passspiel ihre einzige Handlungsalternative.

Und immer, wenn man sich dann doch über das Ergebnis ärgert, muss man eben einmal für sich selbst die Frage nach dem Ziel beantworten, an dem man ankommen möchte: Will man Spieler, die von sich aus kreativ sein WOLLEN, die möglichst vielseitig und beidfüssig mit dem Ball umgehen können und auch einmal Dinge ausprobieren, die einem spontan mit der Zunge schnalzen lassen, oder will man maximalen Erfolg und maximale Effektivität? Auf der Strecke bleibt dann die Kreativität, das Überraschende. Und gerade das ist doch beim Fußball das Salz in der Suppe.


Quelle:Daniel Rohn