U13 gegen Kolbermoor
Tomas Zivcic, 18.05.2009
SCF U13 : SV Kolbermoor 5:1 (0:1)
Die SCF Kicker begannen, wie in den Heimspielen zuvor, offen nach Vorne zu spielen, dabei fanden sie mit spielerischen, sowie individuellen Mitteln eigentlich so gut wie immer eine Lücke in der Gästeabwehr. Doch keine einzige der vielen hunderprozentigen Chancen fand den Weg ins Netz. So begann der typische Ablauf, man selber wurde immer nervöser, der Gegner immer sicherer. Als nach einem Eckball die Kolbermoorer sogar in Führung gehen konnten, brach beim SCF der Spielfluss fast völlig weg und man hätte sich nach zwei weiteren Ecken, nicht beklagen können, wenn man mit einem höheren Rückstand in die Kabine gegangen wäre.
In der zweiten Halbzeit genügten dem SCF fünf Minuten, um zu vier Toren zu kommen und das Spiel damit beruhigt bis zum Ende spielen zu können.
Nachbetrachtung:
Sehr stark zeigte sich heute von hinten heraus wieder Michael Kreitner, der beidfüssig im Passpiel nach Vorne schon unglaubliche Übersicht zeigt und mit Ball ebenfalls nicht zu stoppen ist. Marco Ecker wirbelte vor allem in der zweiten Halbzeit mit beiden Füßen, holte sich Bälle, vernaschte Gegenspieler und steuerte mit seinen Flanken aus vollem Lauf mehrere Tormöglichkeiten und auch Tore bei. Ansonsten ist es wirklich herzerfrischend, unsere Jungs Fußballspielen zu sehen, sie haben Spaß am Ball und stehen in einer BOL, die alles andere als Spaß macht nun beruhigt dar, und können sich an den drei letzten Spieltagen mit Top Lizenzvereinen, wie 1860 München, SV Wacker Burghausen und TSV 1860 Rosenheim, ohne Ergebnisdruck messen.
Die Pausenbesprechung fiel zum ersten Mal sachlich laut aus, da die Jungs, besonders solche, die schon sehr weit für ihr Alter sind, einen besonderen Schutz gegenüber dem ständigen „Reinrufen“ entwickelt haben. Sie blocken völlig ab und verfallen nur in schon tausendmal gemachte Bewegungsmuster, kurz: sie treffen immer die gleiche Entscheidung und wenn der Gegner sich darauf einstellt ist das einfach immer die falsche. Das Problem dabei ist außerdem, das Hilfestellungen vom Trainer auch ausgeblendet werden, was das ganze Gekicke dann völlig sinnlos macht aus Lern- und Ausbildungssicht.
Deshalb, auch wenn es sicher schwer fällt, den Kinder ist durch Aufmunterung und Lob von außen geholfen, „coachen“ führt nur dazu, dass der Junge sich auf Dauer völlig abschottet und für sich wirklich nichts aus so einem Spiel mit nach Hause nehmen kann, außer Frust. Also helfen wir dem Kind damit, dass wir auch Spaß an seinem Hobby haben, ohne dafür etwas zurückzuverlangen.
