Der Tag nach Donzdorf - Hallenmeisterschaft in Puchheim
Tomas Zivcic, 04.01.2009
Am Tag nach Donzdorf fand man sich in der Puchheimer Halle zur zweiten Runde der Hallenmeisterschaft wieder. Hier hießen die Gegner Mammendorf, Kaufering und Wessling. Zwar waren nicht alle Spieler mit an Bord, doch trotzdem lautete der Auftrag für die Jungs „Dominieren“.
Das gelang den SCFlern über das gesamte Turnier hinweg.
SCF : Mammendorf 4:1
SCF : Wessling 7:0
SCF : Kaufering 4:0
Halbfinale
SCF : Penzing 10:1
Finale
SCF: Kaufering 3:0
Besonders schön zu sehen war es, dass die Jungs sehr mannschaftsdienlich ihre Tore herausgespielt haben und immer wieder mit technisch sauberen Aktionen glänzen konnten. Weiterhin war es zu beobachten wie sich viele Teams selber einschränkten, da sie reinen Pass und Lauffußball praktizieren wollten und dabei immer wieder ihren Kindern Möglichkeiten nahmen. Leider befinden wir uns jetzt auch in einem Altersabschnitt, in dem die Kinder über fast perfekte Ballfertigkeiten verfügen müssten, und das hängt nun mal nicht mit Talent, Dorfverein oder sonstigen Ausreden zusammen, sondern leider einfach am falschen Weg. Jeder Junge kann alles am Ball lernen, der Unterschied ist nur wie flüssig/schnell kann er es unter Drucksituationen umsetzen.
Unnütze Regeln
Von Klein auf wird uns beigebracht, Regeln nicht nur zu befolgen, sondern sie auf ihre Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Den sturer Gehorsam und unflexibles Regelklopfen waren schon immer Kennzeichen von Stillstand und Innovationsfeindlichkeit. So ist es zum Beispiel schon schwer zu verstehen, warum es bei diesem Qualifikationsmodus überhaupt noch Platzierungsspiele geben muss, da die beiden Gruppenersten und –zweiten schon qualifiziert sind und es völlig belanglos ist, wo man nach dem Platzierungsspielen steht. Außerdem bekommen die Jungs keinerlei Anerkennung am Turnierende. Aber man kann argumentieren, dass die Jungs noch mehr Spielzeit bekommen sollten und der Veranstalter auch mehr Möglichkeiten seine Brotzeit zu verkaufen.
Doch es gibt einen Punkt, da setzt es einfach aus: Das Spiel um Platz 9 endet mit einem Gleichstand, kein Problem, beide Teams sind 9ter nächstes Spiel. Nein, es muss noch zum Siebenmeterschießen angetreten werden. Es geht hier nicht nur um den Zeitfaktor dieser ganzen Geschichte. Warum muss ein Junge sich blöd vorkommen, weil er vom Punkt nicht trifft, in einem an Belanglosigkeit nicht mehr zu überbietendem Spiel, nur weil wir nicht in der Lage sind gesunden Menschenverstand über gedrucktes Reglement zu setzen? Regeln müssen auslegbar sein zum Wohle der Kinder.
