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U13 erreicht die Zwischenrunde der Hallenmeisterschaft

Daniel Rohn, 24.11.2008

U13 erreicht die Zwischenrunde der Hallenmeisterschaft

Mit 28 Toren in fünf Spielen konnte sich die U13 für die Zwischenrunde der Hallenmeisterschaft qualifizieren. Ohne Niederlage und mit nur einem Gegentreffer belegten die U13-Junioren damit am Ende vor dem SV Lochhausen, der sich ebenfalls qualifizieren konnte, den ersten Tabellenplatz der Vorrunde.

Ergebnisse:
6:0 U13 - SV Puchheim
2:1 U13 - SV Lochhausen
5:0 U13 - Günzlhofen
6:0 U13 - FC Aich
9:0 U13 - SC Wörthsee

Es spielten:
Tor: Lukas
Block 1: David, Vali, Albi, Faris
Block 2: Alex, Michi K. Michi H., Domi

 

Turnierverlauf
An einem Wochenende, an dem der plötzliche Wintereinbruch den Spielbetrieb Bayernweit fast zum Erliegen gebracht hatte, waren von allen Spielern des SCF die neun D-Junioren die einzigen glücklichen SCF'ler, die ihrem liebsten Hobby nachgehen konnten, weil sie in der Halle ran durften. Und das taten sie dann auch mit erkennbaren Ernst. Denn auch wenn die Gegner unsere Jungs an diesem Tag sicher nicht vor unlösbare spielerische Aufgaben stellen konnten, so war doch die Einstellung und vor allem der Ehrgeiz, mit dem die Jungs ihre Aufgaben bei diesem Turnier angingen, für mich sehr bemerkenswert.

Eine dieser Aufgaben war die nun schrittweise Verbesserung des Verhaltens in der Defensive, individuell aber auch als Gruppe, mit dem Zwischenziel, heute maximal ein Gegentreffer pro Spiel hinnehmen zu müssen. Die Jungs aber korrigierten das Ziel für sich selbst noch etwas nach oben, wollten es mit einem Gegentreffer im gesamten Turnier schaffen. Dass ihnen dies am Ende auch gelang, ist erfreulich, lag natürlich auch teilweise daran, dass unsere Gegner heute unsere Fehler - die wir durchaus noch in großer Anzahl machen - nicht ausnutzen konnten. Es lag aber auch an der großeren Sicherheit, die wir am Ball hatten und ebenfalls daran, dass alle vier Feldspieler zu jedem Zeitpunkt ein sehr druckvolles Spiel in der gegnerischen Hälfte aufzogen, von dem sich die gegnerischen Mannschaften nur selten befreien konnten.

Doch erst im vierten Spiel, gegen den FC Aich gelang es uns an diesem Tag zum ersten Mal, alle Vorgaben zu erfüllen, wenn auch noch nicht mit der letzten Effizienz, zu der wir im Stande sind. Zu einem effizienten Spiel müssen wir jetzt vor allem an den vielen Kleinigkeiten arbeiten, mit denen wir uns derzeit das Spiel noch selbst viel zu schwer machen. So verschenken wir beispielsweise bei der Ballan- und mitnahme Zeit und Raum, weil wir den Ball falsch, manchmal auch gar nicht, vorlegen. Mit der falschen Körperhaltung beim Spannstoß jagen wir den Ball noch viel zu oft in Höhen, in denen einfach kein Tor mehr steht. Das Vertrauen in den zweitstärksten Fuß ist leider auch noch nicht bei allen so sehr gefestigt, als dass sie ihn intuitiv benutzen würden, das nötige Können dafür wäre durchaus vorhanden. Mindestens genauso viele Baustellen haben wir auch noch im gruppentaktischen Bereich, hier stellen wir uns defensiv und auch offensiv zum Teil noch sehr ungeschickt an, schaffen es oft nicht, Überzahlsituationen besser und auch schneller auszuspielen, auch weil es einfach am nötigen Wissen zur "richtigen" Verhaltensweise in bestimmten Situationen mangelt. Viele Kleinigkeiten sind es also, an denen wir Schritt für Schritt arbeiten müssen, und diese Arbeit wird nicht in zwei, drei Wochen erledigt sein, sondern nur mit Geduld Früchte tragen. Aber diese Kleinigkeiten sind es eben, die nicht nur in der Halle den Unterschied machen werden.

 

Ein Gedanke am Rande.
28 mal haben unsere neun jungen SCF'ler heute das Tor getroffen, doch nie, so mein persönlicher Eindruck, war an diesem Tag der Jubel bei einem Spiel mit Beteiligung des SCF von den Rängen lauter, die Freude größer, als bei dem einen Gegentreffer, den unsere Jungs hinnehmen mussten. Sicher, wir waren der Favorit, unser Weiterkommen war bestimmt nicht die große Überraschung des Tages, aber man übersieht dabei vielleicht ein wenig, dass diese neun Jungs, in Maisach - so wie jeder andere Spieler auch - ihr bestes geben mussten. Denn auch als Favorit muss man dieser Rolle erst einmal gerecht werden, für manche dieser noch schmalen Schultern eine ziemlich große Bürde.

Unter den 28 Toren waren durchaus auch solche dabei, an denen man sich als neutraler Zuschauer, als Fußballfan, erfreuen konnte. Selbst wenn man es einem Verein nicht gönnen mag - eine Einstellung, die im Kinder- und Jugendfußball in meinen Augen übrigens absolut nichts zu suchen hat - die sportliche Leistung ALLER dieser noch jungen Akteure verdient einfach unsere Anerkennung. Auch das ist ein Teil des Fair-Play-Gedanken, und auch das, sollten wir den jungen Spielern, elf und zwölf Jahre alt - und damit auch der nächsten Spielergeneration - vorleben. An diesem Tag ist das nicht so richtig gelungen. Schade.


Quelle:Daniel Rohn