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U13 erreicht das Viertelfinale des Sparkassen-Pokals

Daniel Rohn, 23.10.2008

U13 erreicht das Viertelfinale des Sparkassen-Pokals

Mit einem 9:1-Erfolg konnte sich die U13 im Achtelfinale des Sparkassen-Pokals auswärts gegen den SV Mammendorf durchsetzen. Im Viertelfinale treffen die Jungs um Trainergespann Tomas Zivcic und Daniel Rohn im Mai nächsten Jahres auf den 1. SC Gröbenzell.

 

Es spielten:
Lukas - Fabio, Michi B., Michi K. - Patrick M., Dominik, Thomas, Alex, Tobi, Albi, David, Faris, Luca, Sevi

 

Tore:
10. Min - 0:1 - Mammendorf
12. Min - 1:1 - Thomas
18. Min - 1:2 - Alex (David)
20. Min - 1:3 - Faris (Thomas)
25. Min - 1:4 - Faris (David)
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32. Min - 1:5 - Albi
43. Min - 1:6 - Thomas
46. Min - 1:7 - Thomas
47. Min - 1:8 - Fabio
53. Min - 1:9 - Thomas


Klar verteilt waren die Rollen als am späten Mittwochabend die U13 des SCF auf die U13 des SV Mammendorf traf. Denn wenn Bezirksoberliga (Bruck) auf Kreisklasse (Mammendorf) trifft, sind die Erwartungen klar verteilt. Der Pokal aber, so sagt man, hat seine eigenen Gesetze, und genau deshalb galt es erst einmal vor der Partie unsere jungen Kicker mental einzufangen, um sie mit der richtigen Einstellung in dieses Spiel zu schicken. Denn Gegner die man unterschätzt, sind nicht selten die gefährlichsten.

 

1. Halbzeit:
Fulminant starteten unsere Jungs ins Spiel, versuchten gleich vom Start weg, die einzige wesentliche Vorgabe für dieses Spiel umzusetzen: immer wieder den Zweikampf suchen, auf allen Positionen, und somit vor allem durch Einzelaktionen immer wieder für Torgefahr sorgen. So gelang es, den gegnerischen Keeper schon in der Anfangsphase ordentlich ins Spiel zu integrieren, ohne ihn jedoch vor allzu schwere Herausforderungen zu stellen. Stattdessen waren es die Mammendorfer, die nach zehn Minuten völlig überraschend in Führung gehen konnten. Nach einer Ecke bewies der gegnerische Stürmer Kaltschnäuzigkeit, als er aus der ersten Chance seines Teams gleich das erste Tor per Kopf besorgte. Sich aber nicht von einem Gegentor aus der Ruhe und schon gar nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen, das war schon vor dem Spiel besprochen wurden. Umso schöner war es zu sehen, dass die Jungs nun vor allem eines bewiesen: Geduld! Sie machten einfach weiter, spielten sich mit vielen individuellen Aktionen Chance um Chance heraus, und wurden wenig später erlöst. Thomas war es, dem der verdiente Ausgleich gelang, Alex legte nach Vorarbeit von David nach, bis dann Faris nach Zuspielen von Thomas und abermals David mit einem Doppelschlag den 4:1 Halbzeitstand besorgte.


2. Halbzeit:
Auch wenn dem Spiel nun phasenweise immer wieder die Grundordnung verloren ging, waren es erneut unsere Jungs, die das Spiel fast nach Belieben bestimmten. Und einige blühten nun zunehmend auf, schienen sich immer wohler damit zu fühlen, dass sie die „Erlaubnis" hatten, immer wieder im Dribbling mit dem Ball am Fuß in die gefährlichen Bereiche eindringen zu können. Dass die Anschlussaktionen des Öfteren einen Tick zu spät kamen, dass wir uns auch vor dem Tor nicht immer für die richtige Handlungsalternative entschieden haben, uns hin und wieder der Blick für den freien Nebenmann fehlte, dies sind wichtige Elemente, in denen wir die Jungs nun individuell weiterbringen müssen.
Schön aber war zu sehen, dass jeder den Mut hatte, sich bedingungslos in den Zweikampf zu „stürzen", fast genauso schön war es zu sehen, dass hierbei immer öfter ein anderer Junge den dribbelnden Spieler nach hinten unterstützt und bei Bedarf abgesichert hat. Genauso schön zu sehen war es, dass sich im zweiten Durchgang unser Thomas nun endlich mal dazu durchringen konnte, nicht nur vor das Tor zu dribbeln, sondern tatsächlich auch mal den Abschluss zu wagen. Weiter so! Vielleicht war er dann selbst ein wenig überrascht, dass er sich ganze drei Mal er für seinen Mut belohnen konnte. Auch Albi und Fabio hatten in der Halbzeit gut zugehört, probierten es mit Schüssen aus der zweiten Reihe und konnten mit ihren Treffern zum 9:1 Endergebnis beitragen. Für unseren Fabio übrigens das allererste Tor auf dem Großfeld!


Ein paar Gedanken zum Spiel...
Mut zum Risiko.

Natürlich war dieses Spiel kein Gradmesser für den Leistungsstand unserer U13. Das war auch nicht wirklich beabsichtigt. Wer lange Ballstafetten, Kombinationsspiel über viele Stationen oder raumgreifende Passspiele sehen wollte, war bei diesem Spiel sicherlich falsch. Denn das war in dieser Partie nicht die Aufgabenstellung für unsere Jungs. Vielmehr sollten unsere Jungkicker heute an ihren Fähigkeiten im 1-gegen-1 arbeiten. Vor allem sollten sie Mut zeigen, viele Zweikämpfe anzunehmen und den unbedingten Willen spüren lassen, dass sie mit ihren Aktionen für Torgefahr sorgen wollen. Denn beides hat in den letzten beiden Ligaspielen gefehlt. Jetzt müssen wir es schaffen, dieses Selbstvertrauen, dass viele heute sammeln konnte, alle positiven Ansätze, die heute zu sehen waren, ins nächste Ligaspiel nach Ingolstadt mitzunehmen. Auch auf die Gefahr, dass uns dann gegen technisch stärkere Gegner nicht alle Aktionen gelingen werden, aber nur so kommen wir weiter.


Unsere Spieler...

In Abwesenheit der vier Regionalauswahlspieler und des rot-gesperrten Kapitäns hatten nun einmal andere Jungs die Chance, ins Rampenlicht zu treten. Ihre Aufgabe glänzend bewältigt haben unsere drei Abwehrrecken, Fabio, Michi Bannemer und allen voran Michi Kreitner, der vor allem in puncto Grundschnelligkeit und Ballbehauptung beeindruckendes zeigte. Heimlicher Kopf der Mannschaft war an diesem Tag Patrick, der das Spiel aus seiner defensiven Position heraus steuerte und organisierte und auch immer wieder den Drang verspürte, Offensivaktionen einzuleiten. Unterstützt wurde er dabei von David, der auf der 10er Position im ersten Durchgang sein bisher bestes Spiel für die U13 zeigte. Heute stimmte der Einsatz, er rackerte um jeden Ball, in der Vorwärtsbewegung war er kaum zu halten, und dabei bewies er dennoch ein gutes Auge für seine Mitspieler und scheiterte mit seinem Freistoß nur knapp daran, sein erstes Tor zu erzielen. Das hatte ihm Thomas voraus, der heute gleich viermal zuschlagen konnte. Ebenfalls überzeugen konnte streckenweise auch unser Albi, der es wie kein zweiter versteht, im Dribbling seinen Körper gekonnt einzusetzen, und der immer bemüht war, für seine Mitspieler Chancen herauszuspielen. Dass er einen Treffer sogar selbst markieren konnte, freut uns umso mehr. Auch Alex war heute unheimlich bemüht, hatte in der zweiten Hälfte etwas Pech mit einer Verletzung, die ihn etwas hemmte, zeigte aber im ersten Durchgang mit seinem Treffer zum 2:1, dass mit ihm immer zu rechnen ist.


Der Schiedsrichter...
...sei an dieser Stelle auch mal erwähnt, nicht nur, weil er durch sein ungemein freundliches und umsichtiges Auftreten sofort positiv auffiel, sondern vor allem, weil er die Partie richtig gut im Griff hatte. Natürlich machten es ihm die Spieler beider Seiten nicht zu schwer, zeigten beide eine lobenswert faire Partie ohne gröbere absichtliche Fouls. Aber es war schön zu sehen, mit welcher Souveränität der junge Schiedsrichter Julian Wörl, der vermutlich nur unwesentlich älter als die jungen Spieler selbst war, die Partie leitete. Das wesentliche, was gepfiffen werden musste, pfiff er, aber sonst ließ er die Spieler einfach Fußball spielen. Schade, dass dies nicht jede Woche so laufen kann. Unserem jungen Schiedsrichter sei gesagt: Weiter so!


Quelle:Daniel Rohn