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Erste Saisonniederlage der U13 gegen Freising

Daniel Rohn, 13.10.2008

Erste Saisonniederlage der U13 gegen Freising

Nach drei Erfolgen zum Auftakt der BOL-Saison gab es gegen den SE Freising eine erste Niederlage für unsere U13. In einem Spiel, in das unsere Jungs nie richtig hineinfanden, setzte sich der SE Freising am Ende verdient mit 2:0 vor heimischer Kulisse durch.

Es spielten:
Sotos - Ochsi, Panos, Denis, Patrick M., Valli, Dominik, Marco, Thomas (Alex), Tobi (Albi), David (Fabio)

Tore:
12. Min - 1:0 - SE Freising
17. Min - 2:0 - SE Freising

 

Zum Spiel:

1. Halbzeit (0:2)
Nur punktuell verändert gegenüber dem letzten Heimspiel starteten die Jungs ins Spiel. Doch nahezu unverändert sollte nur die Aufstellung bleiben, spielerisch zeigte sich ein Bild, dass wir seit einiger Zeit, seit dem Spiel gegen die Augsburger, von unserer Mannschaft nicht mehr gesehen hatten. Mit erstaunlicher Lockerheit ging man ins Spiel, und war dann überrascht, dass der Gegner dieses Spiel keineswegs locker nahm. Die Gastgeber aus Freising übernahmen sofort den Part, den wir als Ziel hatten, sie bestimmten das Spiel, nutzen die Räume, die sie von uns bekamen, zeigten schnelle Kombinationen und immer wieder den langen Ball durch die Lücken der Abwehr, was uns im Verlauf des ganzen Spiels immer wieder vor große Probleme stellte. Es gelang nicht, den Druck im Mittelfeld soweit zu erhöhen, um diese Bälle schon im Ansatz zu verhindern. So war es dann einer dieser Bälle, den der gegnerische Stürmer in der 12. Minute zum 1:0 verwerten konnte. Fünf Minuten später war es erneut ein langer Ball, der unsere Abwehr aushebelte und zum 2:0 der Freisinger führte. Uns gelang es dagegen viel zu selten, entscheidend vor das Tor der Gastgeber zu kommen. Die Versuche waren da, doch das Zusammenspiel im gegnerischen Drittel stockte gewaltig, echte Bewährungsproben für den Keeper der Freisinger kamen so fast keine zustande.

2. Halbzeit (0:2)
Die Schwächen der ersten Halbzeit gemeinsam in den Griff zu bekommen war daher die gemeinsame Zielsetzung für den zweiten Durchgang. Zu oft, zu leichtfertig hatten wir im ersten Durchgang unseren Ballbesitz immer wieder verloren, zu oft konnten unsere Gegenspieler viel zu unbedrängt das Mittelfeld überbrücken, immer wieder hatten unsere Gegenspieler ausreichend freie Anspielstationen. Und tatsächlich sah es streckenweise so aus, als könnte es uns gelingen, nun besser dagegenzuhalten, doch immer wieder gelang es den Freisingern mit den gleichen Mitteln der ersten Halbzeit sich gute Torchancen zu erspielen, was unsere Jungs zunehmend verunsicherte, doch an dieser Stelle zeigte vor allem Sotos, unser Keeper, sein ganzes Können und hielt die Mannschaft im Spiel. Auch Panos spielte nun zunehmend souveräner auf seiner rechten Abwehrseite, machte heute eines seiner bisher besten Spiele für den SCF. So endete die zweite Halbzeit torlos, doch der Sieg geht vor allem aufgrund der ersten Halbzeit und dem deutlichen Chancenplus auf Seiten des Gegners verdient an die Freisinger.

Bleibt festzuhalten, dass es an diesem Tag nicht gelungen ist, aus diesen talentierten Jungs, diesen technisch so versierten Spielern unserer U13 das herauszukitzeln, was nötig gewesen wäre, um das Spiel gegen Freising positiver gestalten zu können. Unter anderen Vorzeichen wäre das vermutlich durchaus möglich gewesen.


Ein paar Gedanken...

Eines sei an dieser Stelle nochmals angesprochen. Wir sind Tabellen-Erster. So schön das ist, dies allein sollten wir nun nicht als Indikator dafür heranziehen, ob bislang gute Arbeit geleistet wurde. Denn stünden wir in einem Monat nicht mehr dort, müsste man denn dann alles bisher Geleistete mit der Mannschaft in Frage stellen und mit gänzlich anderen Augen beurteilen? Welchen Platz die Jungs in der Tabelle belegen, scheinbar interessieren sich nicht wenige, vor allem außerhalb der Mannschaft, stark dafür, und - viel gefährlicher - ziehen dies heran als quantitativen Maßstab dafür, wie gut oder schlecht wir ausbilden. Selbst unsere die Spieler scheinen von diesem „Tabellensyndrom" schon teilweise infiziert.
Wir nicht. Wir wollen und werden die Tabelle NIEMALS als Kriterium für die Qualität unserer Arbeit heranziehen, sondern einzig die Entwicklung jedes einzelnen Jungen über den Lauf der Saison - der gesamten Saison. Darum sei jeder schonend darauf vorbereitet: wir werden noch weitere Spiele verlieren. Aber wir werden unbeirrt weiter daran arbeiten, die Jungs voranzubringen. Fußballerisch und persönlich. Daran arbeiten wir jede Woche, auch vor und nach dem Training gemeinsam noch stundenlang weiter. Still und unbemerkt. Immer mit dem einen Ziel vor Augen, jeden Jungen seinen Fähigkeiten entsprechend bestmöglich weiterzubringen. Und wenn man dann noch mit so fleißigen, so begeisterungsfähigen jungen Spielern zusammen arbeiten kann, ist dies Motivation genug.

 

Tomas:
Ein kurzer Gastkommentar sei noch am Rande erlaubt. Unsere Spielart, auf Ballbesitz, dass heißt immer den Ball haben zu wollen und immer mit dem Ball die Initiative zu ergreifen zu wollen ist die attraktivste und anspruchsvollste Art Fußball zu spielen. Sie verlangt aber von jedem einzelnen Akteur ungemein viel, sei es in technischer, athletischer und mentaler Hinsicht, aber vor allem auch im Hinblick auf das individuelle Teamdenken. Es wird Spiele geben, da wird uns dies nicht gelingen. Kurzum, es sind Bauchlandungen einprogrammiert, und da werden auch noch einige viel schlimmere (vom Spiel und vom Ergebnis her) auf uns zu kommen, da Kinder nun mal Kinder sind und Entwicklung nicht gradlinig nach oben verläuft.
Aber eines muss den Leuten gesagt werden, die, und ich beziehe mich da auf unser Gästebuch, nur Floskeln Dreschen können, unsere Jungs können nicht „Fallen", denn wir haben ein Ziel und selbst wenn sie alle Spiele verlieren sollten (was nicht vorkommen wird) würde das an der Ausbildung und der individuellen Entwicklung nichts ändern, und das muss ein für alle mal bei einigen Leuten in ihren Kopf hinein.


Quelle:Daniel Rohn & Tomas Zivcic