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U15-Turnierrückblick - Kleine Ausrufezeichen in der Halle

Daniel Rohn, 05.02.2012

U15-Turnierrückblick - Kleine Ausrufezeichen in der Halle

Hier ein kleiner Rückblick auf zumindest einige der Turniere, an denen die U15 teilgenommen hat. Ein Dank geht an dieser Stelle noch an Tomas Zivcic und Slobodan Vuckovic, durch deren Mithilfe es erst möglich wurde, an manchen Turniertagen auch mal zwei Turniere parallel zu spielen. 


Sonnenland-Cup Passau – Quali

Das Fußballjahr 2012 begann für unsere U15 so, wie es 2011 endete – mit einer knappen Niederlage. Danach aber dominierten sie, angeführt von einem extrem zweikampfstarken Julius Ostarhild und einem immer wieder torgefährlichen Moritz Blankenhorn das überwiegend mit niederbayerischen BOL-Teams besetzte Quali-Turnier der SpVgg Hacklberg und sicherten sich mit zwei Siegen gegen das Nachwuchsleistungszentrum vom FC Dingolfing, gleichzeitig auch Tabellenführer der dortigen BOL, die begehrte Teilnahme am Sonnenland-Cup, einem deutschen Top-Turnier für C-Junioren in Hacklberg. Dort durfte man in einem illustren Teilnehmerfeld vieler Bundesligisten, u.a. gegen den HSV und den FSV Mainz 05 antreten.

 


Sonnenland-Cup Passau - Hauptturnier

Es war das erlesenste Teilnehmerfeld, in dem unsere U15 bislang teilnehmen durfte, und fast wäre sogar etwas Undenkbares passiert. Nur das, wovor sicher nicht nur einige unserer Jungs (insgeheim) Angst hatten, blieb aus. Nein, man kam nicht unter die Räder. Nicht gegen den FSV Mainz, nicht gegen den HSV, nicht gegen den Bayernligisten aus Deggendorf und auch nicht gegen das englische Team vom Southend United. Als Gruppendritter verpasste man den Einzug ins Viertelfinale dennoch knapp. 

Eine Leistung, mit der sie vermutlich nicht nur sich selbst überrascht hatten. Besonders auffällig agierten dabei Maxi Engl als verlässlicher und seine Mitspieler dirigierender Rückhalt im Tor und David Dworsky, der sich nach Julius verletzungsbedingtem Ausfall in der ungewohnten Rolle als Abwehrchef wiederfand, diese Aufgabe aber auch gegen die Großvereine souverän meisterte. Eine Überraschung aber war ihre Leistung nicht. Eher die Umsetzung einer Ausbildungsidee, die wir den Jungs nun seit Jahren „eintrichtern“. Wir ergreifen die Initiative! Das Fundament dafür, die technischen und koordinativen Fähigkeiten dazu haben sie sich über viele Jahre antrainiert. Und auch gegen die Top-Vereine mussten wir daher nichts an unserer Spielgestaltung ändern. Wir haben selber versucht aktiv zu werden! Gegen den FSV Mainz dominierte man lange das Spiel, musste kurz vor Schluss das 1:2 hinnehmen, gegen den HSV, den Tabellenersten der Regionalliga Nord, fiel es uns allerdings schwer, uns offensiv entscheidend durchzusetzen, den starken Hamburgern unterlag man nach 12 Minuten mit 0:2. Gegen den Bayernligisten aus Deggendorf kassierte man einmal mehr das an diesem Tag obligatorische Tor in letzter Minute, musste sich so mit einem 2:2 abfinden, gegen den Southend United konnte man sich dann noch mit einem 2:1 als Gruppendritter aus dem Turnier verabschieden. Zusammen mit Hertha BSC, dem Karlsruher SC und der SpVgg Greuther Fürth, aber immerhin noch vor namhaften Teams wie Werder Bremen oder Wacker Burghausen.

 

Hallenkreis-Meisterschaft in Mammendorf

Mit einem dritten Platz beim Turnier in Mammendorf verpassten unsere U15-Junioren den Sprung in die nächste Runde der Hallenmeisterschaft. Zwar verlor man nur ein einziges Spiel, erzielte insgesamt 25 Treffer, aber man verlor eben das Halbfinale, und genau das muss man gewinnen, um eine Runde weiter zu kommen. Beim vierten Turnier in fünf Tagen gelang es den Jungs also nicht mehr, nach überzeugenden Turnieren in den Vortagen vor allem in Passau, dort anzukommen, wo sie hinwollten.  


Manfred Bollinger Gedächtniscup beim FC Königsbrunn

Ein weiteres Turnier-Highlight erwartete die U15 beim FC Königsbrunn. In der Vorrunden-Gruppe hatte man mit Siegen gegen FC Ingolstadt, den VfB Stuttgart, den FC Memmingen und den Gastgeber aus Königsbrunn wieder viele Gelegenheiten, die eigenen Fähigkeiten auf höchstem Niveau abrufen zu müssen, und insbesondere die beiden Kapitäne Julius Ostarhild und David Dworsky demonstrierten eindrucksvoll, wie sich ein Spiel mit extremer Ballsicherheit und Beidfüßigkeit von hinten heraus aufbauen lässt. Nur gegen den SSV Jahn Regensburg musste man sich geschlagen geben, sicherte sich als Gruppenerster aber den Einzug ins Halbfinale. Gegen die SpVgg Greuther Fürth dominierte man dort zwar, doch ein individueller Fehler vor Spielende und eine Zeitstrafe gegen uns entschieden die Partie mit 2:1 zugunsten der Kleeblättler. Im Spiel um Platz drei stand man dann erneut Jahn Regensburg gegenüber, und hier muss man einfach klar anerkennen, dass das Regensburger Nachwuchsleistungszentrum an diesem Tag besser war und sich verdient mit 3:1 durchsetzte. Unzufrieden musste man dennoch nicht sein, hatte man doch Vereine wie den VfB Stuttgart, TSV 1860 Rosenheim, den FC Memmingen oder auch die SpVgg Unterhaching hinter sich gelassen. 

 

Oberbayerische Futsal-Meisterschaft (2. Platz)

Mit einem zweiten Platz bei der Oberbayerischen Futsal-Meisterschaft verpassten die Brucker U15-Junioren knapp den Sprung zur Bayerischen Meisterschaft. Besonders auffällig agierten an diesem Tag Nebo Tosic, Julius Ostarhild und David Dworsky, die zu dritt an jedem Tor ihrer Mannschaft beteiligt waren, David präsentierte sich dabei am treffsichersten. Die Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft sicherte sich dennoch der Titelverteidiger vom SV Wacker Burghausen (BayL), die an diesem Turniertag beste Mannschaft. Man selbst verlor hier das einzige Spiel des Tages nach 15 Minuten Spielzeit denkbar knapp mit 1:2. Vor dem TSV 1860 Rosenheim (BayL) und dem FC Mühldorf (BOL)  war die Vize-Meisterschaft aber dennoch ein kleines Erfolgserlebnis und ein (nahezu) gelungener Abschluss einer guten Hallensaison, in der die Jungs viele kleine Ausrufezeichen setzen konnten.

 

Die Lehren aus dem Winter - In der Halle kann man mit den Leistungszentren mithalten

Man wollte bestehen – auch gegen Nachwuchsleistungszentren der 97er Jahrgänge – und das nicht mit den üblichen Mitteln der vermeintlich unterlegenen Mannschaft, mit Destruktion, Kampf, Emotion und Passivität, sondern spielerisch, stets aktiv. Und das gelang. Das Team hat eindrucksvoll bewiesen, dass es Akteure hat, die auch auf Lizenzverein Niveau mithalten können, weil sie auch dort noch Akzente setzen konnten. 

Dass es allerdings immer wieder gelang, genau dies umzusetzen, gegen den FSV Mainz genauso wie gegen den VfB Stuttgart, ist trotzdem eine Sensation, und zwar deshalb, weil es nicht das erste Ausrufe-Zeichen einer Mannschaft ist, die eine solche Position aufgrund ihrer Voraussetzungen gegenüber jenen Teams eigentlich in dieser Altersstufe gar nicht mehr haben dürfte/sollte. Wider jeder Vernunft schaffen sie es mittlerweile trotzdem immer wieder.

Man konnte dazu den Spielern diesen Winter vereinzelte Möglichkeiten bieten, ihre Fähigkeiten gegen Topspieler ihres Jahrgangs, gegen Bayernligisten und Regionalligisten anwenden zu müssen. Das alles legt eine vergleichsweise brauchbare Basis für Spieler, die keine ewigen Talente bleiben, sondern auf höherem Niveau bestehen wollen. Es ist ein Anfang, immerhin. Die Gegenwart der 97er aber ist fast im Verborgenen zu finden, nicht etwa in der Bezirksoberliga oder gar der Bayernliga. Dort liegt, wenn alles ideal läuft, vielleicht mal für einige die Zukunft. Es wäre ihnen zu wünschen. All denjenigen, die wissen, dass sie sich nicht nur auf ihr Talent verlassen können, sondern dass sie auch arbeiten müssen. Mehr als andere. Dann werden sie ihren Weg gehen.


Quelle:Daniel Rohn