U10 Miniturnier mit Gröbenzell und Eichenau am 26.11.2011
Unbekannt, 01.12.2011
Mit einer sehr enttäuschenden Leistung belegte die U 10 des SC FFB in einem Miniturnier gegen die beiden starken Landkreis-Mannschaften aus Gröbenzell und Eichenau nur den letzten Platz. In je drei Halbzeiten gegen beide Gegner gelang nur in zwei Halbzeiten ein Unentschieden - einmal gegen Gröbenzell und einmal gegen Eichenau. Alle anderen Halbzeiten wurden knapp, letztlich aber auch verdient verloren.
Erfreulich war, in welch angenehmer freundschaftlicher Atmosphäre die kleinen Lokalderbys in der Halle bei aller Rivalität ausgetragen wurden.
Sicher: Es wurde beim SCF viel ausprobiert. Ja, es wurde viel rotiert. Ganz bestimmt erweist sich auf engem Raum auch von Nachteil, dass ohne festen Torwart immer wieder Fehler im Aufbau–Spiel passieren, die dann bei dieser geringen Entfernung zum eigenen Tor rasch zu Gegentreffern führen. Aber das ändert nichts an den vielen individuellen Fehlern im Abwehrverhalten, am mangelnden Durchsetzungsvermögen im Zweikampf und an der miserablen Chancenverwertung.
Die Brucker waren technisch und spielerisch bestimmt nicht schlechter als die Gegner. Aber es fehlt Ihnen – noch – schlicht die individuelle Klasse, dies in Tore und Ergebnisse umzusetzen. Wenn der bei diesem Turnier überragende Eichenauer Mittelstürmer in einer Halbzeit gegen die Brucker nur 4 Torschüsse braucht, um zu 3 Treffern zu kommen, reichen unseren Jungs derzeit 5 oder 6 ähnliche Gelegenheiten nicht, um auch nur einen Treffer zu erzielen. Hinzu kommt mangelndes Abwehrverhalten und das zu langsame Umschalten von Angriff auf Abwehr. Einige Akteure lassen es auch gerade bei den im Court so häufigen Abprallern an der nötigen Handlungsschnelligkeit beim zweiten Ball mangeln.
Einzig die an diesem Tag nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Aufbauspiel überragende Nicole und mit Abstrichen Arya überzeugten. Alle andere Akteure können mehr, als sie am Samstag gezeigt haben. Wobei es nicht darum geht, einige gute Szenen mit Ball zu zeigen, sondern die zugewiesenen Rollen sowohl in Angriff-Situationen als auch in der Abwehr-Formation zu erfüllen – und zwar über mehrere Partien, wie es in der nächsten Woche beim eigenen hochkarätig besetzten Turnier vonnöten sein wird.
Bisher haben die jungen Brucker fast ausschließlich draußen trainiert. Es besteht also durchaus Hoffnung, dass sich diese Schwächen mit vermehrter Indoor-Routine verbessern lassen. Die wahre Leistungsstärke des Teams in der Halle wird sich wohl erst nach einigen weiteren Turnieren zeigen.
Quelle:Hans Jürgen Kuntze
