U11 – Jahresrückblick auf eine sensationelle Supersaison
Reiner Wenig, 31.07.2011
Ein Jahr ist (zu) schnell vorüber, eine Saison im Rückblick schnell vorbei. An dieser Stelle soll die letzte Saison des Jahrgangs 2000 im Kleinfeld einfach durch ein paar Zahlen dokumentiert werden. Erfolg in der Ausbildung lässt sich absolut nicht an Tabellen und Pokalen ablesen, aber Titel und Trophäen signalisieren auch in dieser Altersklasse eine gewisse Teamleistung, Durchsetzungsfähigkeit und Siegermentalität (nicht das eigentliche Ausbildungsziele der Erhöhung der individuellen Klasse).
Und gerade in Beziehung auf „wichtige“ Turniere hat es dieses letzte E-Jugendjahr in sich. Die Oberbayerische Hallenmeisterschaft, der Sparkassenpokal und der Merkur-Cup sind Ereignisse, wo der klassische SCF-Ausbildungsslogan „Erlebnis vor Ergebnis“ keine Anwendung fand.
Zahlen / Daten / Fakten:
Im der vergangenen Saison wurde 82-mal trainiert (+ für freiwillige zusätzlich ein spezifisches Koordinations- und Schnelligkeitstraining).
Es wurden 30 Hallenturniere, 18 Freiluftturniere sowie 36 Freundschafts-, Punkt- oder Pokalspiele ausgetragen. Von den 30 Hallenturnieren wurde die unglaubliche Zahl von 15 Turnieren gewonnen. In Summe erzielte man dabei 402 Tore (über 13 Tore im Durchschnitt pro Turnier!) Das absolute Hallenhighlight war natürlich der Gewinn der Oberbayerischen Hallenmeisterschaft Ende Januar in Pfaffenhofen.
In der Freiluftsaison konnte die SCF-E1 den Meistertitel in der D-Juniorengruppe in der neuen Spielform 9 gegen 9 einfahren. Eine besondere Herausforderung war dabei natürlich die Abseits- und Rückpassregel, die es im Kleinfeld nicht gibt.
Auch der Sparkassenpokal wurde im Endspiel gegen den SV Germering gewonnen.
Nachdem das Double geschafft war, galt die Aufmerksamkeit der Champions League (= Merkur Cup). Mit unglaublichem Selbstvertrauen ausgestattet, wollte man das Triple perfekt machen und es den Großen beim FC Bayern vormachen, der im Vorjahr an Inter Mailand gescheitert war.
Von den 422 gestarteten Mannschaften schaffte es der SCF ins große Endspiel der letzten 8 Mannschaften nach Dachau. Und wer weiß, wozu diese verrückte Mannschaft fähig gewesen wäre, wäre das Halbfinale gegen die Münchener Löwen nicht unglücklich nach 8-Meterschiessen verloren worden….
Am Ende sprang ein überragender 3ter Platz beim Merkur Cup heraus, wo man sich im kleinen Finale noch gegen den SV Heimstetten für die in der Vorrunde erlittene Niederlage revanchieren konnte.
Die spielerische Krönung folgte aber tatsächlich im allerletzten Spiel der Saison. Im Ammergauer Alpencup konnte sich die Truppe unter den 40 gestarteten Mannschaften bis ins Halbfinale gegen die TSG Hoffenheim (Jhg. 2000) durchspielen.
Unglücklich verlor man mit 0:2 und traf im Endspiel um den 3ten Platz wieder auf die U10 des FC Bayern München. Was die Spieler in diesen 20 Minuten gegen den FC Bayern auf den Platz gezaubert haben, ist aller Ehren wert. Unsere Spielidee im 2 – 3 – 1 System wurde nahezu perfekt umgesetzt. Dominant im 1:1 und Spielaufbau auch unter Gegnerdruck führten zu einem klaren 3:0 Sieg.
Selbst als Trainer ist man überrascht, wie gut die Mannschaft spielen kann.
Fazit: Auch wenn - wie oben bereits geschrieben - der Ausbildungserfolg nicht nach Pokalen gemessen werden kann, war es ein sensationelles Jahr. Mehr ist praktisch unmöglich. Die Mannschaft ist ein absolutes kollektiv und nicht auf die außergewöhnlichen Fähigkeiten eines oder zweier Führungsspieler angewiesen.
Im Gegenteil, in der Mannschaft sind 5-6 Spieler, die je nach Tagesform die Führungsrolle übernehmen können und von den anderen, dann auch als Leader akzeptiert werden. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft den Schwung und Elan in die neue Saison mitnimmt und sich nicht auf dem Ruhm der Vergangenheit ausruhen wird. Nichts ist schlimmer im Fußball (und anderen Sportarten) als der Versuch sich auf Erfolge in der Vergangenheit zu berufen. Viel zu schnelllebig ist hier auch und gerade der Jugendfußball.
Am 24. August ist Trainingsauftakt für das Team, das als D2 in der D-Junioren Kreisliga weiter an der Verbesserung der individuellen Fähigkeiten und Mannschaftsleistung arbeiten wird.
