Letzter Platz der 2004'er beim Sommerturnier des PSV München
Müslüm Kilinc, 24.07.2011
Erstmals - endlich - konnten wir heute ein Turnier gegen deutlich ältere Gegner spielen, so dass wir in allen Spielpositionen gefordert wurden. Hierbei erreichten wir gegen gemischte Mannschaften aus 2002ern und 2003ern Spielern nach vier - knappen - Niederlagen den letzten Platz unter acht Teilnehmern.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
SC FFB 0 : 1 SV Aubing (späterer Halbfinalist)
(Gegentor: direkter Freistoß eines riesigen Jungen über unseren Torspieler hinweg; ein eigener Treffer von uns wurde leider vom Schiri nicht anerkannt)
SC FFB 1 : 2 ESV München-Ost
(Schiri begünstigte leider massiv das erste Gegentor zum zwischenzeitlichen 0:1)
SC FFB 0 : 1 PSV München (späterer Turniersieger)
(ein Eigentor bei einer verunglückten Rückgabe zum Torwart)
Spiel um Platz 7:
SC FFB 1 : 2 FC Fasanerie Nord
(unsere "besonders" torgefährlichen Spieler waren alle hinten und als Auswechselspieler aufgestellt, denn vorne sollten die Spieler mit wenig Torerfolgen in den bisherigen Turnieren zu ihrer Chance kommen; leider wurde diese Chance zu wenig genutzt)
Ziel des Trainerteams:
Das heutige Turnier gegen deutlich ältere Kinder diente dem Trainerteam dazu, festzustellen, welche Spieler in der Lage sind, sich gegen starke Gegner durchzusetzen und dabei zugleich wertvolle Aktionen für die Mannschaft zu initiieren (z. B. 1:1-Durchsetzungsfähigkeit; Torerfolge; schöne Pässe zum Mitspieler). Die vier Spiele lieferten hierzu dann auch wie erhofft wichtige Hinweise. Diese Erkenntnisse helfen uns bei der Kaderplanung für Topturniere gegen Lizenzvereine im September und Oktober 2011 in Stuttgart.
Im Detail:
Wir konnten sehen, dass mehrere Spieler ihren Gegnern trotz großen Altersunterschiedes im 1:1 und im körperlichen Einsatz überlegen waren. Dass wir dennoch zu wenig Torerfolgen kamen, lag daran, dass sie auf den letzten Metern dennoch von den deutlich älteren Jungs eingeholt und weggedrängt werden konnten - oder gedoppelt wurden. Den großen Altersunterschied oder zwei und mehr Gegner kann man auch mit bestem Dribbling leider nicht überwinden. Andere Spieler unseres Teams hingegen mussten heute erkennen, dass sie sehr deutlich zulegen müssen, wenn sie in den zukünftigen Turnieren und Spielen nicht an die Wand gespielt werden wollen.
(im Freundschaftsspiel am Freitag gegen die 2003er aus Gauting werden alle Spieler eine weitere Gelegenheit haben, sich zu bewähren)
Zum heutigen Turnierverlauf:
An den knappen Niederlagen können wir erkennen, dass der Altersunterschied von bis zu zwei Jahren spielerisch nicht sehr deutlich geworden ist. Mit etwas Glück und Cleverness vor dem Tor wäre heute für uns deutlich mehr drin gewesen.
Nur so mal zum Vergleich: Man stelle sich vor, UNSERE Jungs und nicht die Anderen wären ein bis zwei Jahre älter! Unter hohem zweistelligen Sieg wäre da nichts ausgegangen. Insofern haben wir uns heute sehr teuer verkauft. Alle Achtung, Jungs.
Unser letzter Platz heute ist also nicht tragisch. Die Jungs - und manche Eltern :) - sind natürlich etwas geknickt, aber das legt sich wieder. Und ein Dämpfer zur richtigen Zeit hat noch niemandem geschadet, oder?
Spielqualität:
Bei unseren Jungs konnten wir heute den "gepflegtesten" Fußball sehen. Sie spielten zu einem großen Teil bereits so, wie man es von Fußballern erwartet: trickreich, wendig, kampfstark, durchsetzungsfähig. Der Ball wird immer mehr zu ihrem Freund.
Bei ALLEN Gegner hingegen konnte man sich durchweg der Frage nicht erwehren, was diese Jungs denn in den letzten zwei Jahren, die sie unseren Jungs voraus haben, trainiert haben. Aber das ist eben der Unterschied zwischen dem SCF und manch anderen Vereinen.
Nebenbei:
Die 10 Minuten Spielzeit waren viel zu kurz. Bei vier Spielen kommen bei den meisten Spielern keine 40 Min. insgesamt zusammen. Wozu dann die lange Turnierdauer (10-13.30 h), die langwierige Anfahrt (1 h Hin- und Zurück)?
Die Veranstalter sollten sich wirklich andere Spielmodi überlegen, in denen ein Kind dann auf ca. 60 Minuten Spielzeit kommt - und das ohne viele Pausen dazwischen (z. B.: Jeder gegen Jeden, 12 Minuten oder mehr). Wir werden in Zukunft noch mehr auf genug Spielzeit für unsere Jungs achten und dementsprechend auch zu Turnieren anmelden - oder auch mal nicht.
