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Saisonrückblick der E1

Daniel Rohn, 21.07.2008

Saisonrückblick der E1

Ein paar Tage ist es nun schon wieder her, dass die Saison für die E1-Junioren  zu Ende gegangen ist. Zeit, um noch mal zurückzublicken, auf eine für Spieler und Trainer einzigartige Saison in der eine großartige Mannschaft zusammen gewachsen ist.

Natürlich muss man mit Superlativen vorsichtig sein, dennoch glaube ich aus meiner Sicht als Trainer sagen zu können, dass die Jungs sich in dieser Saison hervorragend weiterentwickelt haben - und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Auf dem Platz - und mindestens genauso wichtig - auch neben dem Platz.

 

Spieler auf dem Foto:
hinten, von links nach rechts:
Julius, Thomas, Trainer Ben Diehl, Maurice, Sanel, David, Julian, Jurek, Trainer Daniel Rohn, Michael
vorne, von links nach rechts:
Patrick, Patti, Lennart, Fabio, Joshi

 

Stichwort "Spaß und Lernen". 
Zwei Grundsätze sind uns als Trainern wichtig gewesen: Spaß und Lernen. Weil ich glaube, dass die Kinder besser und schneller lernen, wenn sie mit Spaß bei der Sache sind. Aber vor allem lernen sie aus eigener Motivation heraus, denn selbst wenn wir zwei- oder dreimal die Woche trainieren, sollten die Kinder auch in ihrer Freizeit noch genügend Spaß haben, weiter zu üben. Denn das ist Grundlage für jeden Spieler, der sich weiterentwickeln möchte.


Stichwort Leistungsorientierung.
Eine zweite Sache war uns wichtig.
Für uns standen nie Ergebnisse im Vordergrund, sondern stets die Leistung. Das schwierige ist allerdings, dass sich die Leistung im Juniorenfußball eben nicht nur an Tabellenständen und Turnierergebnissen messen lässt. Natürlich haben unsere Jungs auch Spiele verloren. Gegen Gilching genauso wie gegen Gröbenzell oder sogar gegen Überacker. Sind unsere Jungs deswegen unterlegen gewesen? Nicht wirklich. Denn die Jungs haben immer einen Offensivfußball mit teils beeindruckendem Tempo in allen ihren Aktionen geboten. Das Wort "Stillstand" haben wir erfolgreich und ersatzlos aus dem Wortschatz der Jungs  gestrichen, alle Aktionen mussten stets in Bewegung erfolgen. Selbst bei Niederlagen heimsten wir so immer wieder einmal Komplimente der gegnerischen Trainer für unseren Fußballstil ein. Denn in allen Spielen, selbst bei den meisten unserer Niederlagen hat man das gesehen, was uns Trainern wirklich wichtig war: unsere Jungs waren individuell stets technisch besser als die meisten ihrer Gegner. Und das allein zählt in dieser Altersstufe. Unsere Spieler haben sich teilweise Dinge zugetraut, die andere gar nicht beherrschten. Selbst mit dem schwachen Fuß haben einige am Ende der Saison Sachen zustande gebracht, die viele mit dem starken Fuß nicht so gut hinbekommen würden.

Uns ging es eben darum, dass die Jungs lernen Fußball zu spielen und Fußball zu verstehen. Wichtig war uns eine saubere technische Grundausbildung, und dazu gehören fußballerische Elemente genauso wie Schnelligkeit und Koordination (Hierzu waren wir einmal wöchentlich in der Sportschule). Jeder Spieler sollte technisch so gut ausgebildet sein, dass er im 1-gegen-1 bestehen kann, defensiv und offensiv. Aber die Jungs sollen auch das Spiel verstehen lernen, also lernen, auf dem Platz, nicht nur ihr Können anzuwenden, sondern es in der richtigen Situation anzuwenden. Sie sollten sozusagen lernen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit sie den Fußball spielen können, den wir von ihnen sehen wollten: schnell, offensiv und tonangebend! Dazu brauchen wir technisch gute junge Spieler, die vor allem eines sind, und zwar selbstbewusst.
Den Jungs dieses Selbstvertrauen zu geben, den Jungs begreiflich zu machen, dass sie Fehler machen dürfen und unweigerlich machen werden, wenn sie etwas neues ausprobieren, das war unser Job. Denn wer immer nur tut, was er schon kann, bleibt das, was er schon ist.

In höheren Jugendmannschaften, beispielsweise in der C- oder B-Jugend ist es eben nicht mehr wichtig, wie viele Turniere man mit 10 oder 11 Jahren gewonnen hat. Wichtig ist dann nur, dass die Jungs in genau diesem Alter möglichst alles auf den Weg mitbekommen haben, was sie brauchen werden, um auch in höheren Jahrgängen in den höchsten Spielklassen bestehen zu können.


Stichwort Teambuilding.
Und eine dritte Sache war uns noch wichtig.
13 Spieler umfasste unser Kader am Ende der Saison, fünf Spieler waren schon zu Saisonbeginn neu in die Mannschaft gestoßen, weitere vier kamen dann noch mal bis zum Jahreswechsel dazu. Trotzdem waren die Jungs nicht 13 Einzelspieler die zufällig gemeinsam auf dem Platz standen, sondern sind zu einem echten Team zusammen gewachsen. Wer die Jungs in den letzten Monaten gesehen hat, der konnte nicht anders als zu glauben, die Jungs würden seit Jahren so zusammenspielen. Denn die Jungs haben sich auf dem platz nicht nur blind verstanden, sondern egal was passierte, sie haben immer zusammen gehalten, für einander gekämpft, jeder für jeden, sich gegenseitig angespornt, sich gemeinsam über Erfolge gefreut und sich gegenseitig bei bitteren Niederlagen getröstet. Das Motto "Einer für alle und alle für einen" kann man besser gar nicht umsetzen. Möglich gemacht haben das gemeinsame Ausflüge, Teambuilding-Events und vor allem viel Spaß bei allem, was wir gemeinsam gemacht haben. Und das war eine der ganz wichtigen Lektionen, die unsere Jungs neben dem Fußballerischen lernen sollten.

 

Alle Beteiligten - Spieler, Trainer und auch die Eltern - blicken also zurück auf eine wahrhaft großartige Saison mit vielen Höhepunkten. Dazu zählten natürlich auch die Turniersiege, die wir uns mit teils sehenswerten Tempofußball erspielt haben. Aber dazu zählen vor allem die gemeinsamen Erlebnisse bei den internationalen Turnieren, die gemeinsamen Ausflüge und allem voran die phantastische Stimmung innerhalb des gesamten Teams.

Und wer nun immer noch nicht glauben mag, was für eine außergewöhnliche Saison, die zurückliegende für Spieler und Trainer der E1 war, der möge sich selbst davon überzeugen und kann dann sogar noch etwas von der besondern Atmosphäre dieser Mannschaft spüren, und zwar auf der E-Junioren eigenen Webseite: www.ejunioren.de


Allen meinen Spielern möchte ich auf diesem Wege noch mal alles Gute für ihre Zukunft wünschen und dass sie vor allem weiterhin mit soviel Spaß und Freude bei der Sache bleiben, wie in der letzten Saison, die auch mir als Trainer unheimlich Spaß gemacht hat!


Quelle:Daniel Rohn