Vorbereitungsspiel TSV 1860 Rosenheim – SC Fürstenfeldbruck
Klaus Wersching, 21.02.2011
Das erste Freundschaftsspiel auf dem Großfeld im Freien in 2011 wurde beim TSV 1860 Rosenheim ausgetragen. Bei noch kühlen Temperaturen und dem Anblick von Schneehaufen an den Rändern des Kunstrasenplatzes trat der Herbstmeister der Kreisliga gegen den Bezirksoberligisten an.
Man hatte als Spielmodus drei mal 25 Minuten vereinbart sowie zwei 5-Minuten-Pausen.
1.Spieldrittel
Der TSV begann aus einem sicheren Mittelfeld Druck auf den SCF aufzubauen. Die SCF-Buben hatten sicherlich den schwereren Einstand. Doch nach und nach fanden auch sie ins Spiel. In der 3. Spielminute hatten die SCF-Buben einen schönen Spielzug aufgebaut, der aber durch die Abseitsstellung beendet wurde. Nach einem Foul an Cedi in der 5. Spielminute hatte man sich eine aussichtsreiche Freistoß-Situation erarbeitet, die aber nichts weiter einbrachte.
Im Gegenzug konnte sich in der 8. Spielminute der TSV durch einen gefährlichen Torschuss eine erste Großchance erarbeiten. Daraufhin war der SCF wieder am Drücker, nach schönem Spielaufbau war es Cedi, der alleine mit dem Ball auf das gegnerische Tor zulief, aber nicht verwandeln konnte. Ein 1:0 für die Brucker Buben wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient gewesen.
Danach bekamen die Rosenheimer (10. Spielminute) in der SCF-Hälfte vom rechten 16er Eck einen Freistoß zugestanden. Der direkt verwandelte Freistoß ins lange Eck war für Marco unhaltbar. Somit ging der TSV 1860 Rosenheim mit 1:0 in Führung.
Direkt nach dem Anstoß drängte der TSV wieder gefährlich über rechts zum SCF-Tor. Die linke SCF-Abwehrseite hatte nun alle „Hände voll“ zu tun. Und das eine um das andere Mal konnte man sich nicht so recht befreien. In der 15. Spielminute war es wiederum ein Freistoß der den SCF in Bedrängnis brachte. In der 18. Spielminute rettete Mehmet schließlich im letzten Augenblick. Erst in der 21. Spielminute konnte sich der SCF wieder über die linke Seite mit Cedi Luft verschaffen. Der Torschuss von Tolga ging jedoch weit übers Tor. 3 Minuten später bekam der SCF einen Freistoß von links außen vor dem 16er zugestanden. Die Abstimmfehler und das noch nicht auf gewohntem Niveau befindliche Stellungsspiel ließen diese Situation für den TSV harmlos enden. Der TSV löste diese Aufgabe im Gegenzug besser, er erhöhte nach einem Freistoß per Kopfballtreffer den Spielstand auf 2:0.
2. Spieldrittel
In der 3. Spielminute hatte Tolga den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch der Ball fliegt nur knapp rechts am Tor vorbei. Kurz darauf eine weiterer schön vorgetragener Sturmlauf der Brucker, doch die Abseitsstellung verhinderte eine weitere Torchance. Wiederum werden Abstimmungsprobleme in der Brucker Elf sichtbar. Der Ball bleibt zu oft im Mittelfeld der Rosenheimer hängen. Der Ball wird auch zu oft nach innen gezogen anstatt ihn über die Außenbahnen nach vorne zu treiben.
Wo bleibt die Brucker Flügelzange? Wahrscheinlich sind die Distanzen und die Laufbereitschaft noch zu gering bei den „hallen-erprobten“ Brucker Spielern.Weitere Großchancen waren in diesem Spielabschnitt Fehlanzeige. Das auf diesen Spielabschnitt bezogene 0:0 deutet aber auch auf eine an Sicherheit gewonnene Brucker Abwehr hin.
3. Spieldrittel
Wiederum ein starker Beginn der SCF-Buben. In der 6. Spielminute gestaltet Lush die erste Großchance, doch der Ball segelt am Tor vorbei. Kurz danach gelingt aber nach Zuspiel von Cedi Lush der längst fällige 1:2-Anschlusstreffer. Doch die Freude über das erste Tor währte nicht lange. Nahezu im Gegenzug erhöht der TSV zum 3:1 Endstand.
Fazit: Dies war ein wichtiges Aufbauspiel gegen einen starken Gegner, das den Trainern und vor allem den Spielern die Defizite aufzeigte und in der Folge die Trainingsaufgaben diktieren wird. Schwächen im Spielaufbau, dem schnellen und präzisen Passspiel wurden aufgedeckt. Das Spiel über die Außenbahnen funktionierte noch nicht. Der öffnende Diagonalpass in die Spitze kam zu selten. Zu selten wurde das Spiel schnell auf die aussichtsreichere Seite verlegt.
Die kompakt stehenden Rosenheimer waren zweikampfstark und technisch versiert und oft nur durch Fouls vom Ball zu trennen. Zudem zeigte sich der Wert eines Kunstrasenplatzes. Je früher man sich auf einem gut bespielbaren Platz auf die Großfeld-Distanz einstellen kann, umso besser und schneller gelingt die Umstellung vom „Hallenspiel“ auf das „Feldspiel“.
Quelle:Uli Ohnemus
