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U17 verpasst Chance auf Vorentscheidung

Tomas Zivcic, 21.11.2010

U17 verpasst Chance auf Vorentscheidung

Obwohl alle Vorzeichen in dieser Woche gegen die SCFler sprachen, wollten wir diese Partie unbedingt spielen. Die Gelegenheit bei einem Sieg auf mindestens acht Punkte, im besten Fall sogar auf vorentscheidende zehn Punkte davon zu ziehen war einfach zu verlockend.

Leider erreichten neben den starken Neser und Einloft unsere anderen Akteure nur Normalform an diesem Tag, was am Ende nicht ausreichte.

Muss-Situationen

Im Jugendbereich gibt es eigentlich kein „Muss“. Die Kinder und Jugendlichen können alle Fehler machen, die sie wollen. Chancen versieben, Tore auflegen, schlechte Pässe spielen, alle Zweikämpfe verlieren und dergleichen mehr, die Chance, dass man dann aber gewinnt, ist eben nicht gegeben. Wir hatten die Möglichkeit zu Beginn der ersten Halbzeit, als Patrick Neser gut angespielt, sich wieder stark in den Sechzehner bewegte und dort nur durch ein Foul zu stoppen war. Wir traten an und wir verschossen den Elfer. Das kann passieren.

Aber in einer Situation wie der unsrigen ist es nun mal eine „Muss-Situation“. Ersatzgeschwächt, da drei Stammspieler auf Zentrumspositionen fehlten, angeschlagen, da drei weitere unter Schmerzen spielen mussten, schlecht vorbereitet, da wir die gesamte Woche, wegen geringer –da terminlich schlecht koordinierter- Trainingsbeteiligung keine sinnvollen Besprechungen machen konnten und mit unzureichender Spielvorbereitung, da drei Akteure erst kurz vor Spielbeginn überhaupt den Treffpunkt erreichten: Wenn das alles Zusammenkommt und wir uns auf ein Zufallsspiel einlassen, dann müssen wir diese Chance machen.

Danach hatten wir noch genug guter Möglichkeiten, was aber völlig fehlte, waren Abschlüsse, die den Torwart der Gastgeber wirklich prüften – Rückgaben und verfehlte Schüsse waren aber die Realität.

In der zweiten Halbzeit sackte unser Spiel merklich ab. Wir konnten die Durchbrüche nicht mehr unterbinden und hatten in vielen Situationen Glück. Aber das in der Luft liegende Tor und das zweite eine Minute später, waren unsere Geschenke. Es war nicht so, als ob dahinter ein Plan stand, sondern Justin Byrnes nutzte eben seine Antrittsschnelligkeit aus und legte den Ball aus sehr spitzen Winkel ins Tor. Danach verabschiedete sich der gleiche Glonntaler Akteur für fünf Minuten vom Spiel. Der Schiedsrichter verwies ihn vom Feld, da der Spieler unseren Assad Nouhoum in seiner Gegenwart als „Scheiß N...“ bezeichnet hatte.

Doch auch in dieser Phase fehlten einfach die Akteure, die länger einen Ball kontrollieren können. Unsere Ballhaltephasen, von Ballbesitz brauchen wir gar nicht erst sprechen, waren einfach zu kurz.

So gelang uns verdient nicht einen Treffer zu erzielen.

 

Fazit

Was allen Beteiligten klar sein muss. Das was wir dort gesehen haben, ist kein Fußballniveau für Junioren gewesen. Es standen zwei Teams auf den Platz, die einfach nur darauf gehofft haben, dass einer seiner starken Individualisten das Spiel für sie entscheidet. Der SCF musste sich notgedrungen auf dieses Spiel einlassen, fuhr damit aber zum zweiten Male eine Niederlage ein. Wie gesagt, besonders in der individuell taktischen Ausbildung merkt man einfach den Nachholbedarf, den wir gegenüber dem Ausland haben: dort wird das „individual playing concept“ gezielt ab dem 14ten Lebensjahr entwickelt. Hierzulande weiß man meistens nicht einmal, was damit gemeint ist.

Wir wollen trotzdem bessere Verlierer sein als wir Gewinner erlebt haben und der TaF Glonntal für diesen Sieg gratulieren.

Jetzt heißt es -wie in den Jahren zuvor- sich zusätzliche Hallentermine sichern, Kunstrasen anmieten, Alternativen Ideen finden (Squash etc.) und dann ein Trainingslager buchen, bei dem wir auf Kunstrasen die Automatismen entwickeln können, die uns so stark machen.

In der Rückrunde kommt es dann zu einer weiteren vorentscheidenden Situation. Wir begrüßen mit dem SV Wacker Burghausen den ärgsten Verfolger (fünf Punkte Rückstand) bei uns im Klosterstadion.