U16 gewinnt Schlüsselspiel
Tomas Zivcic, 11.10.2010
Unsere U16 legt Steigerung um Steigerung hin. Ohne in große Euphorie verfallen zu müssen kann man den Jungs ein großes Lob aussprechen. Das richtungsweisende Spiel gegen eine körperlich sehr robuste Bad Tölzer Mannschaft, die mit einigen guten Einzelakteuren gespickt ist, wurde spät, aber zum Ende hin verdient gewonnen.
Das Spiel in Kürze
SCF U16 : SV Bad Tölz 2:0 (0:0)
Von Anfang an wusste das Spiel unserer Jungs zu gefallen. Sie hatten eine gute Raumaufteilung, bewegten sich sicher auf ihren Positionen und erledigten ihre Aufgaben in der Offensive und Defensive. Die sehr robusten Gäste konnten zwar immer wieder durchbrechen und sich Chancen herausspielen, aber insgesamt war die Abwehr um Nico Patzinger, Jonas Gerle und Christoph Hammerl heute wiedermal sehr souverän und löste fast alle Situationen überragend. Das dabei der ein oder andere Fehler passiert, Querschläger produziert werden und der Gegner auch mal zum Abschluss eingeladen wird ist nur natürlich.
In der Offensive lebte man vor allem durch das Aufbauspiel der beiden „6er“ Patrick Lapper und Franz Merz, die das Spiel kontrollierten. Auf der Seite erledigten Necip Kilitci und „Remi“ ihre Aufgaben sehr konzentriert. Beide Seiten nutzten ihre Gelegenheiten in Durchgang Eins nicht und so ging man verdientermaßen mit einem 0:0 in die Halbzeit.
Auch die zweite Halbzeit wurde zu einem Geduldsspiel. Zwar war der SCF insgesamt fitter, aber durch mehrere verletzungs- und auswechslungsbedingte Veränderungen im Team, fehlte zuweilen der Fluss im Spiel. Erst „Remi“ erlöste uns, nachdem ein Angriff der Brucker zunächst einmal auf der Linie abgewehrt werden konnte, doch nicht klar geklärt war. „Remi“ reagierte am schnellsten und jagte dem Ball hinterher, der schon auf seinem Weg ins Toraus war. Geistesgegenwärtig knallte er das Leder flach in den Fünfer zurück, wo der Ball durch mehrere Beine hindurch ins Tor abgelenkt wurde.
Bad Tölz wurde am Ende offensiver und ließ dem SCF mehrere Chancen zu, die aber alle ungenützt blieben. Gegen Ende schenkte man dem rustikal nachsetzenden Samet Yilmaz den Ball, den dieser klug auf den in der Mitte postierten Nicoy Richter ablegte. Mit diesem 2:0 war die Partie dann entschieden.
Kommentar
„Sie spielen auf Ballbesitz.“
Dieser Satz alleine müsste schon reichen, um einige Sektkorken krachen zu lassen. Leider ist hierzulande die Rezeption eines systematischen Fußballstils, der seit Jahrzehnten in Holland, Spanien und Italien (da aber auf Balleroberung), seit einem Jahrzehnt in England und seit wenigen Jahren auch bei der Deutschen Nationalmannschaft praktiziert wird, noch in den Kinderschuhen. Deshalb muss es auch in den Berichten immer wieder überbetont werden! Denn, wie in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, kommen selbst die meisten lizensierten Trainer nicht mehr mit und sind angesichts der Veränderungen im Fußball schlicht und ergreifend überfordert.
Wir können sehr zufrieden sein mit den Jungs, die anspruchsvolle Vorgaben sehr gezielt umsetzen und immer weniger Fehler machen. Sie treffen richtige Entscheidungen und sind im Kombinationsspiel und im 1:1 stark. Mit der Rückkehr einiger verletzter Akteure, darunter besonders Benedikt Dumhard, wird unser Spiel nur noch sicherer werden.
