U17 weiterhin auf dem Ersten Platz
Tomas Zivcic, 11.10.2010
Die U17 behält in einem sehenswerten BOL Kick zweier guter Mannschaften auch weiterhin die Tabellenspitze fest im Griff.
Das Spiel in Kürze (1. Halbzeit)
Die U17 des SC Fürstenfeldbruck kommt zur Zeit etwas auf dem Zahnfleisch daher. In der gestrigen Startelf standen einige Akteure, die ganze 0% Trainingsbeteiligung in dieser Woche hatten, um kleinere Verletzungen oder Krankheiten auszukurieren bzw. aus schulischen und arbeitstechnischen Gründen fehlen mussten. In diese Wunde stachen die Gäste aus Altenerding vor allem in der ersten Halbzeit. Wie man im Fußballjargon sagt, war der Gegner sehr gut eingestellt, spielte körperbetont und sehr lauffreudig. Hinten gingen sie kein Risiko ein und ließen durch ein schnelles Passspiel in die Tiefe kaum Pressing-Situationen zu. Auch in der Offensive agierten die Altenerdinger wie erwartet. Jeder Ball wurde praktisch sofort in die Spitze gespielt, oder von außen in den Strafraum gebracht, die beiden Spitzen bewegten sich sehr gut und standen immer in den „Aufbaulücken“ unserer Viererkette, wurden dort auch automatisiert angespielt: Kurzum, man konnte beim Gegner einen sehr gepflegten „vertikalen Fußball“ in einem klassischen 4-4-2 sehen.
Unseren Jungs kann man für die ersten 40 Minuten aber keinen Vorwurf machen. Denn das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Stärke unserer Ausbildungsidee ist dermaßen verinnerlicht und wird von den Jungs auch gelebt, dass sie eine Eigenschaft jetzt verkörpern, die so oft im Jugendbereich fehlt, nämlich Geduld. Klar lag das Chancenübergewicht beim Gegner und er wirkte in der ersten Halbzeit stärker. Er hätte das ein oder andere Tor erzielen können. Dennoch war es der SC Fürstenfeldbruck mit einer tollen Balleroberung durch Robert Glatzel, der die entscheidende Szene der ersten Halbzeit einleitete. Sein Pass auf Außen „überschlug“ Patrick Neser und landete bei Sebastian Ranftl, der sofort wieder auf Neser spielte, der wiederum in einem seiner starken Solos in die Mitte zog und dort uneigennützig auf Burak Yilmaz ablegte. Dieser, 20 Meter zentral vor dem Tor, schloss mit seiner perfekten Spannschlagtechnik mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte ab.
Das Spiel in Kürze (2. Halbzeit)
Auch die zweite Halbzeit blieb zunächst spannend. Doch irgendwann musste sich die technische und individuelle Klasse unserer Jungs entladen. Die sehr intensive Spielart des Gegners musste irgendwann zu Verschleißerscheinungen und Unkonzentriertheit führen. Sebastian Ranftl, der seit Wochen das Prädikat „sehr stark“ auf seiner Brust spazieren trägt, setzte sich in der 64. Minute gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und führte den Ball im Sprinttempo in Richtung Tor. Erst im letztmöglichen Moment, und das macht seine Qualität einfach aus, legte er uneigennützig auf den besser postierten Patrick Neser quer, der sich nicht zweimal bitten ließ. Einige Minuten später fiel die Vorentscheidung. Erneut von Sebastian Ranftl freigespielt, schloss Matthias Streun von Sechszehner überlegt mit links ins kurze Eck ab und ließ dem Gästekeeper keine Chance. Altenerding wechselte und kam ebenfalls nur einige Minuten später zum 1:3 Anschlusstreffer. Doch jegliche Aufbäumbemühung des Gegners wurde im Keim erstickt. Vom Anstoß weg landete der Ball in den Lauf von Patrick Neser, der sich auf seine unnachahmliche Weise gegen den direkten Gegenspieler durchsetzte, den Torwart ausspielte und zum 4:1 Endstand vollendete.
Kommentar
An dieser Stelle soll auch einmal Lob ausgegossen werden über unsere drei 95er Akteure. Matthias Streun überzeugt durch seine enorme Lauffreude, seine gute Technik und sehr gute Übersicht, Dominik Friesenegger gibt dem „Fels in der Brandung“ eine ganz neue Bedeutung, die Ruhe und Abgeklärtheit im defensiven Zweikampf ist schlichtweg überragend und Felix Mayer, im letzten Jahr noch für den FC Passau kickend, ergänzt unser Team mit seiner fehlerfreien Spielweise in Offensive und Defensive, und das auf beiden Seiten. Klasse euch dabei zu haben Männer!
Dieser Sieg war in vielerlei Hinsicht Gold wert. Die SpVgg Altenerding wird für jeden Gegner in der Liga ein harter oder gar ein unlösbarer Brocken werden. Wenn dieses Team mehr als dreimal pro Woche trainieren könnte und die Spielart noch besser verinnerlichen könnte, dann spielt Altenerding mit Sicherheit um die vordersten Plätze mit. Aber auch wir müssen endlich wieder zu einer geregelten Trainingsbeteiligung kommen. Es ist im Moment der Schlüssel, der uns das Tor nach oben öffnet oder verschließt.
