U12 beginnt die Saison
Tomas Zivcic, 24.09.2010
Auch unsere 99er konnten nach drei anstrengenden Turnieren und einem Testspiel nun in die langerwartete Saison starten. Dabei bestätigten sie die Erwartungen mit einem auch spielerisch klaren 9:0 gegen den SC Unterpfaffenhofen.
Das Spiel in Kürze
Von Beginn an war Richtung und Spielausgang klar vorgegeben. Die Gäste waren in allen Belangen weit hinter den unsrigen zurück, ob es um die Handlungsschnelligkeit, Grundtechnik oder die Selbstverständlichkeit im 1:1 ging. So stürmten unsere Jungs intuitiv nach Vorne und versuchten die Räume zu nutzen. Fußballerisch wurde in Einzelaktionen sehr viel geboten, aber als Team zeigte sich einfach noch, dass egal wie individuell stark unsere Jungs auch sind, man mit 11 Jahren eben noch kein Erwachsenenfußball (mit Raumaufteilung, taktischen Automatismen etc.) spielen kann, und im Übrigen auch nicht muss. Am Ende wechselte man häufig und mischte kräftig innerhalb des Gefüges. Das Spiel litt nicht merklich darunter, auch wenn das Ergebnis sicherlich höher ausgefallen wäre, wenn man alle Kinder auch auf ihren gewohnten Positionen hätte spielen lassen.
Kommentar
Eine Sache stieß aber während der gesamten Begegnung negativ auf: Fehlende Beidbeinigkeit unter Wettkampfbedingungen = Drucksituation. Man kann es gar nicht ernst genug nehmen. Es hilft überhaupt nichts wenn wir Top Turniere spielen gegen Bayern München, den 1.FC Köln, lass es Barcelona und Madrid sein und in der Liga jeden Gegner zweistellig wegschießen würden, wenn am Ende unsere Jungs aus Angst und Furcht vor Fehlern nur Aktionen ausführen, von deren Gelingen sie überzeugt sind.
Jedes Talent, dass nicht beidfüssig agiert nimmt sich selber für die Zukunft Chancen. Selbst unsere Lizenzvereine achten nicht darauf, deshalb ist Beidbeinigkeit immer noch ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal, vergleichbar mit einer hohen Grundschnelligkeit!
Jedem Elternteil muss auch klar sein, dass ein Junge, der bis jetzt noch keine Anstalten macht beide Beine zu benützen bzw. gezielt nur eines benutzt, Jahre gezielter Aufmunterung und harter Übung braucht, um nur annähernd die Chance zu haben beidbeinig zu werden. In fast allen Fällen wird der „schwache Fuß“ ein Leben lang ein Handicap bleiben.
