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U16 verliert ihr Auftaktspiel in der Kreisliga

Tomas Zivcic, 13.09.2010

U16 verliert ihr Auftaktspiel in der Kreisliga

[Zum Bild: Auch wenn es alle, allen voran der BFv schnell vergessen und verdrängen möchte, werden wir in den nächsten Berichten immer wieder mit Protestbildern erinnern. Hier der Tross auf dem Weg zum Haus des Fußballs. Die Strasse musste ob der Größe des Aufmarsches von der Polizei gesperrt werden.]

 

In ihrem ersten Kreisliga Spiel unterlagen unsere jungen Schützlinge nach einer 2:0 Pausenführung noch mit 2:3 bei der SG Hausham.

Das Spiel in Kürze

Über das gesamte Spiel hatten die SCF zwar mehr Anteile (also einfach länger und öfter den Ball) aber es war auch zumeist brotloser Ballbesitz und nicht „Fußball auf Ballbesitz“. Die frisch zusammengewürfelte Truppe verrannte sich in vielen Situationen und musste sich vielen gefährlichen Kontern stellen. Doch die Abwehr um Lukas Frickenstein und Nico Patzinger hielt stand.

Auf unserer Seite wurde dann das erste Tor über die linke Seite vom funktionierenden Dreieck Benedikt Dumhard, Patrick Lapper und Nicoy Rickter herausgespielt. Nicoy Rickter setzte sich dabei im 1:1 gegen seinen direkten Gegenspieler durch, der wie so oft nicht richtig abgesichert wurde und konnte bis zur Grundlinie durchlaufen. Die Hereingabe verwertete Sebastian Kraus mit einem wuchtigen Direktschuss. Kurz vor dem Seitenwechsel konnte wiederum Nicoy Rickter freigespielt werden, der den Ball am guten Gästetorwart ins Netz legte.  

So ging man mit einer 2:0 Führung in die Halbzeit, wirkte dabei aber nie souverän.

Nach der Halbzeit ging es sehr schnell. Der Gegner erhöhte den Druck und legte unser schwaches Positionsspiel schonungslos offen. Mit vielen Ballverlusten, groben Schnitzern im Passspiel und einem fast völlig fehlenden Absicherungsverhaltens luden wir die Gastgeber zu vielen Torchancen und zwei Strafstößen ein. Einen davon konnte Felix Böhnisch im Tor des SCF sicher parieren, dennoch musste er in den anfänglichen zehn Minuten zweimal hinter sich greifen.

Nach dem 2:2 Ausgleich stabilisierte sich die Partie nur unmerklich. Es wurden in den offensiven Aktionen weder Lücken gerissen, noch Läufe angedeutet, sondern man betrachtete den Ballführenden und erwartete wieder mal einen genialen Moment. Dieser kam, trotz einiger schöner Chancen, nicht. Dafür hatte der Haushamer Stoßstürmer einen Geistesblitz und reagierte bei einer Hereingabe schneller als jeder SCFler.

Kommentar

Das Spiel wirkte insgesamt gesehen noch zu unausgegoren. Zwei Dinge fehlten uns fast über die gesamte Spielzeit gesehen: 1:1 Dominanz und das Positionsspiel. Dabei handelt es sich natürlich um unsere zwei grundsätzlichen Lernziele.

Nur sehr spärlich konnten unsere Jungs sich im offensiven 1:1 durchsetzen, fast völlig ohne Tempo nutzte man keine Lücke nach Vorne. Ganz im Gegenteil, anstatt die Löcher mit hohem Tempo anzusteuern und dadurch weitere Lücken zu reißen, lief man in fast jeder Aktion frontal in den stehenden Verteidiger und schloss somit alle Freiräume. Darüber hinaus entstanden dadurch natürlich leichte Konter.

Egal ob mit dem Ball oder ohne den Ball, gravierend war das Stellungsspiel in allen Phasen. Das taktische Niveau einiger Akteure war in der Praxis an diesem Tage nicht besser, als das eines D-Jugendlichen. Als 11 und 12 Jähriger reagiert man nämlich auch nur, wenn sich der Ball unmittelbar in seinem Dunstkreis befindet, ansonsten geht das Spiel an einem vorbei. Was bei einem D-Junior entwicklungsbedingt absolut natürlich ist, deutet bei einem B-Jugendlichen auf große Versäumnisse hin, und das kann man jetzt nur versuchen durch viele Trainingseinheiten, Videoanalysen (wie sie schon bei der U17 durchgeführt worden sind und auch in Zukunft werden) und vielen Spielformen und Spielen langsam weg zu machen. Dennoch werden einige Jungs genau an diesen Hürden und Altlasten an höheren Ligen scheitern.

So verliert man verdient gegen eine SG Hausham, die aus zwei herausragenden Spielern besteht (Sturm und Tor) und ansonsten neun weitere Arbeiter stellt, die versuchen ihre Aufgaben zu erfüllen.

Das schöne ist, und hier ist es wie beim ersten Bericht zum U17 Spiel: Das ist die Talsohle. In den nächsten Wochen werden wir nur besser werden und zwar in allen Belangen.