Ausrüster:

Sponsoren:

SC Fürstenfeldbruck e.V.
Offizielle Homepage

Red Bull Salzburg und FC Augsburg zu Gast beim SCF

Tomas Zivcic, 06.09.2010

Red Bull Salzburg und FC Augsburg zu Gast beim SCF

Das Blitz-Turnier in aller Kürze

Am Samstag, den 04.09.2010 empfingen die U12 Kicker des SC Fürstenfeldbruck hochrangige Gäste zu einem Blitzturnier. Eine Begegnung dauerte 25 Minuten, es gab dabei ein Hin- und Rückspiel. Mit dem FC Augsburg 99er Jahrgang und dem Red Bull Salzburg 99er Jahrgang durften sich unsere 99er also auf höchstem Niveau mit gleichaltrigen Talenten messen.  Gespielt wurde im Stadion, dass trotz regnerischem Wetter sogar kurzfristig markiert wurde. Hierin gilt unser Dankeschön an das Präsidium und Stefan Schwägerl für die Arbeit. Kathi Hartl hatte im Hintergrund wieder alle Fäden in der Hand und sorgte für einen problemlosen Ablauf. Vielen Dank an dich und den vielen Helfer für ihre Unterstützung. Wir hoffen auch, das sich unsere Gäste hier wohlgefühlt haben und freuen uns auf ein Wiedersehen.   

Ergebnisse:

SCF        :              Red Bull               1:1

SCF        :              FCA                       0:1

FCA        :              Red Bull               0:5

SCF        :              Red Bull               0:0

SCF        :              FCA                       0:2

FCA        :              Red Bull               1:2

 

Kommentar

Am Anfang der Saison, nach zwei Trainingseinheiten und noch vier Urlaubern, kann man nur ein positives Fazit ziehen. Die Jungs zeigten eine als Mannschaft ansehnliche Leistung bei der es im Einzelnen natürlich noch sehr viel Arbeit gibt. Aber man muss auch sehen, dass fünf Kinder noch nie zuvor auf so einem hohen Niveau gespielt haben bzw. gegen diese Gegner aufgelaufen sind und noch keiner der Jungs im 11:11 gegen einen der Top Lizenzclubs agierte. Wir betreten also „Neuland“ auf diesem Niveau.

Was für die Ausbildung der Kinder sehr wichtig ist, dass sie in den zwei Jahren D-Junioren sich individuell weiterbringen und ihre Technik in Drucksituationen voll ausspielen. Heißt: Den Ball haben wollen, mit dem Ball sofort Druck nach Vorne aufbauen, Lücken finden und ausnutzen, das Tempo dabei nicht verlieren und natürlich die Situationen mit beiden Füßen zu lösen. Das war gegen die Turniergegner nur bedingt möglich. Wir konnten zwar mitspielen, waren aber oft unter Druck und konnten uns nach Vorne weg nicht befreien. Dennoch und das möchte man vom Trainerteam noch einmal groß hervorheben: Unsere Jungs wurden im Kleinfeld so gut ausgebildet, dass sie tatsächlich in der Lage sind gegen einen gleichaltrigen Jahrgang eines Lizenzclubs zu bestehen. Wie leicht man „unter die Räder“ kommen kann zeigte das 5:0 von Red Bull Salzburg gegen den FC Augsburg (auch wenn die Höhe sicherlich auch dem Kräfteverschleiß zu Schulden kam, da Augsburg nur mit 11 Spielern auflaufen konnte.)

 

 

Veränderung honorieren – Realitäten akzeptieren

Man hält sehr schnell alles für eine Selbstverständlichkeit und tut als ob gegenwärtiges schon immer so beim SC Fürstenfeldbruck gewesen ist:

Vor wenigen Monaten hatten wir hier im Techno Markt Stadion die U13 des 1.FC Köln und des TSV 1860 München zu Gast. Dieses Mal Red Bull Salzburg und den FC Augsburg. Diese Lizenzvereine kommen zu UNS, „NUR“ für ein Blitzturnier. Wann hat es denn so etwas vorher gegeben? Das ist eine kleine Adelung unserer Jugendarbeit, denn keine unserer Mannschaften wird dabei „abgeschossen“. Unsere U13 BOL Truppe vom letzten Jahr erspielte sich in beiden Begegnungen respektable 0:1 Niederlagen, unsere 99er sogar etwas mehr.

Früher gab es volksfestartige Tumulte, wenn man sich gegen eine zweite Mannschaft von 1860 München in der D-Jugend ein 1:0 erzittert hat. Heute erwarten alle Beteiligten einen Sieg gegen einen jüngeren Jahrgang eines Lizenzclubs. Die Jungs selber gehen als Favoriten in solche Partien und der Lizenzclub muss sich Siege hart erspielen oder erkämpfen.

Früher holte man sich in der U11 eine Lehrstunde gegen einen FC Bayern München, die einen in zehn Minuten mit 9:0 wegputzten und das trotz starker Abwehrarbeit! Heute stehen in dem Altersbereich zwei Oberbayrische Hallentitel zu Buche, spielerisch sind wir mit den gleichaltrigen Jahrgängen auf Augenhöhe und werden sogar im Merkur Cup nicht mehr auf die leichte Schulter genommen. Nach 1860 München und dem FC Bayern hat sich klammheimlich der SC Fürstenfeldbruck im Münchner Raum auf Platz drei geschoben.

Früher wurden die ein bis zwei Besten von Bayern und 1860 im Kleinfeld, spätestens in der D-Jugend gesichtet. Heute sind ganze Jahrgänge bei uns im Visier und trotz der vielen Abgänge bleiben genügend Jungs, die noch mit 15 und 16 Jahren den Sprung zu einem Lizenzclub schaffen.

Das ist der Stand der Jugendabteilung, das ist die Realität seit einigen Jahren.

 

„Es wird schon irgendwie weitergehen...“

Dieser Stand  in unserem Kleinfeld ist jahrelanger konzeptioneller Arbeit geschuldet. Deshalb ergeht auch der Wunsch der Beteiligten, besonders für die Kinder, die hier unter schwierigen infrastrukturellen Bedingungen trainieren müssen: Sie brauchen Anerkennung! Keinen Respekt, keine Hochachtung, nur Anerkennung für ihre tolle Arbeit und Leistung und das nicht nur von ihren Trainern und Eltern, sondern gerade von dem Umfeld. Denn diese Jungs haben über die letzten Jahre hinweg die Jugendabreit des SCF weit, weit über die Landkreisgrenzen getragen und positiv gezeichnet.

Zumindest  auf eine Frage sollte man in Zukunft bitte verzichten: „Ist das Konzept gescheitert?“ Die Antwort ist jedem ersichtlich, der sich nur ein Fünkchen Objektivität bewahrt: Nein, da wo wir konzeptionell arbeiten, sind die Ausbildungserfolge ersichtlich. Diese Erfolge, trotz der schwierigen Wettbewerbslage (siehe die Berichte über Wacker Burghausen) ins Großfeld zu tragen, dass ist heuer unsere große Aufgabe.