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Im Konzert der Großen - die U13 beim Merkle Cup

Daniel Rohn, 18.02.2010

Im Konzert der Großen - die U13 beim Merkle Cup

Einen guten Auftritt legten unsere U13-Junioren bei ihrem letzten Auftritt unter dem Hallendach in Germering beim hervorragend organisierten und ebenso hervorragend besetzten Merkle Cup auf das Parkett. Das ausschließlich mit dem Nachwuchs von Lizenzvereinen besetzte Turnier war für die Jungs sicher ein letzter Höhepunkt der Hallensaison - aber dass es für sie einer wurde, dafür mussten sie mit ihrer Leistung selbst sorgen.

Der Turnierverlauf
Dabei war der Start - wenig überraschend allerdings - etwas holprig, denn für mehr als die Hälfte unserer Jungs war ein derart gut besetztes Turnier absolutes Neuland. Gleich im ersten Spiel standen wir dem späteren Turniersieger Red Bull Salzburg gegenüber, und mit viel Nervosität und sehr großem Respekt ließen wir den Gegner zunächst in Ruhe und ungestört Fußballspielen. Zwar steigerten sich die Jungs im Laufe der Partie, am Ende aber unterlag man knapp, dennoch verdientermaßen mit 0:1.

Doch glücklicherweise weckte diese knappe Niederlage auch den Ehrgeiz bei unseren Jungs, zu versuchen, ob man fußballerisch nicht vielleicht sogar mithalten könnte.

Konnten sie. Nach Siegen gegen Waldhof Mannheim (4:1), den Turniersieger von 2008, und den Karlsruher SC (1:0) sicherten sie sich bereits das Weiterkommen ins Viertelfinale, gegen den FC Bayern (0:3) und Unterhaching (1:3) gelang es jeweils erst nach knapp drei Minuten wirklich mitzuspielen, doch in beiden Partien lag man zu diesem Zeitpunkt schon mit 3 Toren in Rückstand.

Im Viertelfinale mussten wir uns dann dem dritten Münchner Verein geschlagen geben, dem TSV 1860 München, dem frischgebackenen Oberbayerischen Meister. Ein zwar schweres Spiel für uns, das wir dann allerdings erst durch zwei individuelle Fehler verloren geben mussten. Im anschließenden Spiel gegen den Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach unterlag man nach einem 1:1 und starker Leistung im Siebenmeterschießen. Im abschließenden Platzierungsspiel gegen den aktuellen Tabellenführer der BOL, die SpVgg Unterhaching konnte man dann das Turnier noch mit einem nicht unverdienten Erfolgserlebnis (2:1) beenden und sich Platz 7 sichern.


Spielen! Nicht dagegenhalten...
Der größte Erfolg aber, den die Jungs aus Germering mit nach Hause brachten, war weniger ihre Platzierung, der hübsche Pokal oder welche Teams sie eben am Ende hinter sich gelassen hatten, das ist alles nicht so wichtig, auch wenn es die Jungs natürlich und verständlicherweise freut. Vielmehr war die Art und Weise, wie sie sich im Teilnehmerfeld der „Großen" fußballerisch präsentiert hatten, ein großer Erfolg - ein Erfolg ihrer fußballerischen Fähigkeiten, um die es uns derzeit geht. Denn dank derer ist es ihnen gelungen, nicht nur zu mauern oder dagegen zu halten, sondern teilweise eben sogar zu dominieren. Wenn es ihnen nämlich gelungen ist, ein Spiel gegen die Nachwuchsleistungszentren, wenn auch manchmal nur phasenweise zu dominieren, dann nicht, weil sie großartige Passspieler wären oder gar körperlich hätten mithalten können, sondern weil sie sich im direkten Zweikampf immer wieder erfolgreich gegen ihre jeweiligen Gegenspieler durchsetzen konnten, offensiv, so wie auch defensiv. Dass es trotzdem nicht immer reichen wird, dass man klar anerkennen muss, dass beispielsweise der TSV 1860 München uns überlegen war - und das, obwohl wir in dieser Partie alles abgerufen haben, was wir konnten - ist nicht erstaunlich, aber doch ein schöner Anreiz, fleißig und ehrgeizig zu bleiben, denn es gibt noch viel zu lernen.


Bester Torwart des Turniers
Einer stach aus einer starken Mannschaft trotzdem noch heraus, unser Torspieler Maxi. Und allein die Begrifflichkeit Tor"spieler" sollte verdeutlichen, dass er der Mannschaft meist als fünfter Feld-Spieler zur Verfügung stand, und damit eben mehr als „nur" gute Reflexe in die Waagschale werfen kann. Dieses Grundverständnis, gepaart mit starken Paraden und einem selbstbewussten Auftritt, sicherten Maxi an diesem Tag die Stimmen der anderen Trainer und damit die Auszeichnung zum besten Torwart des Turniers.  


Eine Randnotiz
Mit einer kleinen Besonderheit konnte unsere Mannschaft noch aufwarten, eine, durch die wir uns an diesem Tag von so manchem Team unterschieden. Am Ende des Tages hatten nämlich alle acht Feldspieler die gleiche Spielzeit absolviert (mit einer Minute hin oder her...), Wechsel erfolgten (bei jedem Hallenturnier!) unabhängig von Spielständen oder der Frage, welcher Block denn nun besser war. Weil es eben nicht um das „schöne" Ergebnis ging, sondern um ausreichend Gelegenheit für alle, die Lernziele umzusetzen. So manches Team war mal wieder mit fünf Wechselspielern angereist (obwohl nur vier auf dem Feld stehen...), oder wechselte nur, wenn der „starke" Block entweder schon eine sichere Führung herausgespielt hatte, oder eben schon deutlich in Rückstand lag. 


Fazit
Für unsere Jungs war dies eine schöne Möglichkeit, sich einmal in immerhin acht Spielen mit deutschen Top-Nachwuchsleistungszentren zu messen, eine tolle Gelegenheit Erfahrungen zu sammeln, das ist wichtig und das bringt sie weiter. Gegen die Bundesligaclubs tut man sich natürlich schwer, aber für uns ging es auch nicht darum, das Turnier zu gewinnen. Schon in vier Wochen interessiert es niemand mehr, ob wir Erster oder Vorletzter geworden sind, aber die Jungs konnten für sich etwas mitnehmen, lernen, was man können muss, um auf diesem Niveau mitspielen, nicht nur dagegen halten zu können. Erfahrung sammeln und daraus lernen, um mehr geht es nicht. Entsprechend frei von Druck können unsere Jungs agieren. 

Ziel könnte es natürlich sein, die Jungs an das Niveau der Leistungszentren so weit wie möglich heranzuführen (auch wenn man es nie ganz erreichen wird), und das ist nicht gänzlich unmöglich, auch in einem „kleinen" Verein wie dem SCF, selbst unter nicht ganz optimalen Bedingungen. Einfach, weil wir nicht dem Ergebnisdruck der Leistungszentren ausgesetzt sind und deswegen die Zeit und Geduld haben, den einzelnen Spieler für die Mannschaft besser zu machen, nicht umgekehrt.

 

1. Red-Bull Salzburg
2. TSV 1860 München
3. Stuttgarter Kickers
4. FC Bayern München
5. Borussia Mönchengladbach
6. FC Union Berlin
7. SC Fürstenfeldbruck
8. SpVgg Unterhaching
9. Karlsruher SC
10. SV Waldhof Mannheim
11. FC Augsburg
12. SV Germering


Quelle:Daniel Rohn